Werbung
Werbung
  

08.Dec.2018


Osterinsel


Das Wetter sieht gut aus, ich beschließe also, meine letzten Francs lieber in ein Essen und ein paar polynesiche Biere zu investieren als in ein Taxi und laufe die 5 Kilometer zum Airport. Obwohl nur wenige Maschinen gehen hat das Bistro geöffnet in dem ich die Zeit bis 3:00 morgens damit verbringe meine letzten Francs zu verzechen. Noch bevor ich einschecken kann, werde ich drauf hingewiesen, dass ich den Namen und die Adresse meiner Unterkunft schon mal heraussuchen soll. Seit August 2018 haben sich die Einreisebedingungen zur Osterinsel verschärft. Auch auf den Einreiseformularen im Flieger muss ich meine Unterkunft mehrmals angeben und bei der Einreise auf der Osterinsel wird dies auch geprüft.


Vom Flughafen kann ich ganz bequem zu meinem Hostel laufen. In Chile kann man auch in Dollar zahlen. Und da schon einmal meine Kreditkarte gesperrt wurde, nachdem ich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in verschiedenen Ländern Geld abgehoben habe, habe ich noch in Melbourne meine australischen Dollar in USD umgetauscht. (In Melbourne kann man nicht in Franc tauchen, in Papeete kann man keine Australische Dollar eintauschen und auf der Osterinsel kann man keines von beiden tauschen, so dass nur USD blieben). Meine US-Dollar werden aber nicht am Hostel akzeptiert "Da ist ein Riss in den Scheinen, den nimmt die Bank nicht. Welcome to Chile!". Zum Glück spuckt einer der wenigen Geldautomaten im Ort aber anstandslos chilenische Pesos aus.


Die Osterinsel begeistert mich ziemlich, wahrscheinlich weil ich mir keine großen Erwartungen gemacht habe. Vor meinem geistigen Auge hatte ich nur eine karge Insel auf der ein paar Steinköpfe stehen. Um so überraschter bin ich, wie grün die Insel doch ist. An meinem ersten Tag organisiere ich mir erst einmal das Ticket für den Nationalpark für knapp 80 USD und wandere dann in den Süden der Insel zu einem von zwei Vulkanen (Ranu Kao). Da stehen zwar keine Steinköpfe aber ein paar alte Behausungen.

Nachts wird man immer wieder unsanft geweckt, weil die Strassenhunde des Ortes regelmäßig ein Konzert geben.

Am nächsten Tag miete ich mir ein Fahrrad. (Zur Auswahl stünden noch Motorrad, Quad und diverse Jeeps, aber nachdem ich genug Zeit mitgebracht habe versuche ich es erstmal mit einem Fahrrad). Los geht es erst einmal ins Inselinnere, zum Aku Akivi. Die größeren Steinkopfensembles sind ziemlich weit abgesperrt, bei einzelnen Köpfen wird es nicht ganz so genau genommen. Anschließend geht es weiter in den Norden der Insel, wo die einzigen beiden erwähnenswerten Strände liegen. Der Strand ist auch so schön, dass ich spontan gleich ins Wasser hüpfe.

Direkt am Strand stehen eine Reihe weiterer Statuen die Ahu Nau Nau. Lediglich die Rückfahrt mit dem Rad wird etwas beschwerlich, da es die ersten zwei Kilometer nur noch bergauf geht.


Die nächsten Tage mache ich mich nochmal per pedes und per velo zu den restlichen Punkten auf der Insel: Die Westküste hoch, in das anthropologische Museum MAPSE, zu dem berühmten Ensemble aus 15 Steinköpfen im Süden und dem Vulkankegel Ranu Raraku, welcher als Steinbruch für die Köpfe diente.

Hier stehen und liegen noch eine ganze Reihe fertige und halbfertige Figuren rum.

Nach einer Woche geht dann mein Flieger nach Santiago de Chile und ich bin gespannt, wie ich die Großstadt nach dieser beschaulichen Insel empfinden werde.



Kommentare

von Katja um 09.Dec.2018 um 15:16


Schööön
>> Antworten
>> Kommentar hinzufügen
Werbung
  
(c) aller Bilder und Texte liegt ausschlieslich bei mir (Dirk Noeldner).